Schlagwort-Archive: Colitis ulcerosa

Ein Lebenszeichen, neue Aspekte und Gedanken zu CED

Länger war es ruhig in diesem Blog. Das hat damit zu tun, dass ich aktuell mit einer anderen gesundheitlichen Problematik zu kämpfen habe, welche das Gehirn betrifft. Daneben überlege ich die Veröffentlichung eines kleinen e-Books mit meinen Tipps und Erfahrungen bei der alternativen/ergänzenden Behandlung von Morbus Crohn, die ggf. auch bei Colitis ulcerosa hilfreich sein können.

Inzwischen habe ich vielfältige weitere Dinge gelernt, teils aus der traditionellen, teils aus der alterantiven Medizin. Worauf ich komischerweise häufiger zurückkam, das war der Themenkreis rund um Erreger wie Parasiten, Protozoen und Pilze. Hier fielen mir vor allem drei Dinge auf:

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Darmkrebs: Forscher suchen neue Therapien gegen fortgeschrittene Tumore

Ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Projekt soll die Wirkung des Eiweißmoleküls DUSP5 bei besonders aggressiven und fortgeschrittenen Darmtumoren untersuchen:

Professor Janssen und sein Team gehen nun der Frage nach, warum die Aktivität des „Bremsmoleküls“ DUSP5 in Darmkrebszellen herabgesetzt ist und welche Auswirkungen dies auf die Zellen hat. Langfristig wollen sie klären, warum Darmkrebs bei einigen Patienten einen aggressiven Verlauf nimmt, also oft nur schwer behandelbare Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen) bildet, und ob DUSP5 dafür mitverantwortlich ist. Die Arbeitsgruppe um Professor Janssen kann bereits erste Erfolge verbuchen: Aktuelle Ergebnisse belegen, dass DUSP5 im Laborversuch das Entstehen der Metastasen tatsächlich verhindern kann. Darmkrebszellen, in denen DUSP5 gezielt wieder „angeschaltet“ wurde, konnten keine Tumorabsiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen mehr ausbilden. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler neue Verfahren entwickeln, um das Risiko für das Auftreten von Metastasen besser beurteilen zu können. Langfristiges Ziel sind neuartige Behandlungsstrategien bei fortgeschrittenen Stadien der Krebserkrankung.

Berliner Charité: Myrrhe stärkt Darmbarriere

Neben Weihrauch gibt es ja auch andere Pflanzen, die bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unterstützend helfen können. Neben Heidelbeeren, Aroniabeeren und Schwarzkümmelöl ist ja auch schon länger Myrrhe im Gespräch. Nun hat eine Studie der Berliner Charité die Wirksamkeit von Myrrhe bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersucht und belegt. Gleichzeitig wurde auch der Wirkmechanismus von Myrrhe untersucht:

„Um bei chronischen Erkrankungen einen erneuten Entzündungsschub möglichst lange hinauszuzögern, ist eine Wiederherstellung der Darmbarriere-Funktion essenziell“, erläutert Schulzke. Die aktuellen Untersuchungen aus Berlin bestätigen die anti-entzündliche Wirkung der Myrrhe und decken einige der Mechanismen auf, die zur Stabilisierung der Darmbarriere führen. Damit lässt sich der in der Erfahrungsmedizin schon lange bewährte Einsatz von Myrrhe-Präparaten bei der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarm nun auch wissenschaftlich erklären“, so der Experte.

Laboruntersuchungen der Universität Leipzig konnten darüber hinaus wichtige Mechanismen entschlüsseln, auf der die anti-entzündliche Wirkung eines Kombinationsarzneimittels aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle basiert. Diese Ergebnisse tragen zum besseren Verständnis der „Multi-Target-Wirkung“, also der Vielfachwirkung, des Pflanzengemischs bei: Die drei Heilpflanzen hemmen in den Fresszellen des Immunsystems entzündungsfördernde Prozesse in unterschiedlicher Ausprägung und verstärken sich dabei gegenseitig in ihrer Wirkung(3,4).

Das verwendete Präparat heißt Myrrhinil-Intest und ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Es enthält neben Myrrhe auch Kamille und Kaffeekohle, als Dosierung werden 4 Tabletten 3 Mal täglich genannt. Ich überlege derzeit, es demnächst einmal zu testen. Für alle, die nun ebenfalls Weihrauch oder Myrrhe testen wollen, gilt wie üblich: sprecht mit Eurem Arzt darüber und beobachtet während der Einnahme – gerade, wenn es nicht nur ergänzend, sondern als Ersatz für Salofalk & Co. genommen werden sollte – Euren Stuhl und laßt regelmäßig ein Blutbild machen, um ansteigende Entzündungswerte erkennen und ggf. frühzeitig gegensteuern zu können. Leider gibt es je nach Schwere und Verlauf der Erkrankung auch eine unterschiedliche Wirksamkeit der alternativen Mittel.

Unreine Haut bei CED ein Hinweis auf Entzündungsaktivität?

Dazu dieser Artikel im Focus:

Ist die Funktion des Darms gestört, können auch organische Abläufe im Körper eingeschränkt sein. Das wirkt sich unter anderem auch auf unsere Haut aus: Sie spiegelt wider, wie es um unseren Darm bestellt ist. Mangelnde Nährstoffversorgung oder fehlende Entgiftung über den Darm machen sich dann beispielsweise als Hautunreinheiten bemerkbar.

 (…)

Die Entgiftung des Körpers wird verlagert, Nieren, Lunge und Haut sind die Organe, die diese Funktion stellvertretend übernehmen. Stoffe, die über die Haut ausgeschieden werden, können diese reizen und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte auslösen. Aber nicht jede Hauterkrankung und -irritation ist auf eine nicht intakte Darmflora zurückzuführen. So beruhen Hautunreinheiten auch häufig auf Hormonumstellungen oder Stress. Bei starken Veränderungen der Haut ist es daher ratsam, die Ursache durch einen Arzt abklären zu lassen.

Bei mir hat sich das Hautbild im Gesicht unter Einfluß des Morbus Crohn verschlechtert, vermutlich spielte dabei aber auch das Kortison eine große Rolle. Ein kompletter Zucker-Detox und der Verzicht auf gesättigte Fettsäuren kann aber ebenso zu einer Verbesserung führen wie sportliche Betätigung, bei der über die Schweißdrüsen auch Giftstoffe ausgeschieden werden. Wichtig ist dann nur, dass man zeitnah duscht, um die Verunreinigungen abzuwaschen. Anschließend kann die Haut mit Hilfe eines Peeling-Schwamms angeregt werden.

 

Schleichende Diabetes bei CED-Patienten?

Ich habe in zahlreichen Foren und auch bei Facebook in CED-Gruppen häufig gelesen, dass die Betroffenen oftmals über einen längeren Zeitraum, teils gar lebenslang große Mengen Zucker durch Softdrinks und andere süsse Speisen und Getränke zu sich genommen haben und es weiterhin tun. Ich frage mich seitdem, inwieweit die Verschlechterung des Verlaufs einer CED wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass die Betroffenen durch die hohe Zucker-Zufuhr im Laufe der Zeit eine Diabetes entwickeln. Schließlich führt eine Diabetes ja auch dazu, dass Wunden schlechter heilen und Gewebe absterben kann, zum Beispiel beim sogenannten diabetischen Fuß.Könnte es also nicht auch sein, dass Entzündungen im Darm dann ebenso schlechter verheilen und dort Gewebe abstirbt, so dass das Darmgewebe immer anfälliger wird und die Entzündungen immer tiefer in die Darmwand gehen?  Dass also das Gewebe im Laufe der Zeit immer nekrotischer wird, so dass letztlich auch OPs notwendig werden?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2015 den Zucker-Grenzwert von 10 auf 5 Prozent reduziert. So darf ein Erwachsener nun pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker (ca.sechs Teelöffel) konsumieren. Schon 0,3 Liter Cola überschreiten diesen Grenzwert, so dass danach keinerlei Zucker mehr aufgenommen werden dürfte. Viele Lebensmittel, gerade Fertiggerichte, Fix-Tütchen und sonstige vorverarbeitete Speisen enthalten neben versteckten Fetten auch oftmals versteckten Zucker. Light-Versionen dieser Lebensmittel sind oftmals keinen Deut besser. Denn das weggelassene Fett als Geschmacksträger wird häufig durch einen höheren Zuckeranteil ersetzt. Am besten ist es also, möglichst oft selbst frisch zu kochen und dabei in erster Linie mit Gewürzen und Kräutern statt mit Fix-Tütchen und Geschmacksverstärkern abzuschmecken.Übrige Portionen kann man einfrieren und spart sich so gelegentlich das Kochen, wenn man keine Zeit hat.

Mich interessiert nun, ob es bereits medizinische Studien darüber gibt, was die Kombination von CED und Diabetes betrifft, vor allem zum Zeitpunkt der Diagnose einer Diabetes und den Krankheitsverlauf der CED bis dahin. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Nachtrag:
Es gibt bereits entsprechende Studien, was Morbus Crohn und Diabetes betrifft, z.B.

Weihrauch (Boswellia Serrata) bei Morbus Crohn

Schon lange gibt es Hinweise darauf, dass die Boswelliasäure im Weihrauchharz eine ähnlich entzündungshemmende Wirkung hat wie die sonst üblichen Produkte mit Mesalazin, z.B. Salofalk. Früher mußte man sich das Produkt H15 von internationalen Apotheken besorgen lassen, inzwischen gibt es das von Hecht Pharma auf Bestellung in so ziemlich jeder Apotheke. Allerdings habe ich bei mir festgestellt, dass dieses H15-Präparat in der Wirkung nicht sonderlich stark ist, zudem hinterläßt die Kapselhülle aus Gelatine bei mir als Fast-Veganer einen Ekel im Hals zurück. Letztlich stieß ich auf eine Studie, die eine Wirksamkeit von Weihrauch bei Morbus Crohn in einer Dosierung ab 2-4 g täglich feststellte.

Ich habe früher immer 3 Mal täglich eine Salafolk (500 mg) genommen, wurde dann nach einem weiteren Schub aber auf Mezavant ( 3×1200 mg) gesetzt und dieses Medikament habe ich gar nicht gut vertragen. Einerseits hatte ich hohen Blutdruck bekommen und ich hatte den Eindruck, dass sich das Medikament auch auf meine Wahrnehmung und mein Wohlbefinden negativ auswirkte.

Nachdem ich erst H15 probiert hatte und dessen Wirkung nicht so der Knaller war, stieß ich auf das Boswellia Serrata-Präparat der Firma Viabiona. Dieses wird mit einem extra hohen Gehalt an Boswelliasäure beworben: 3 Tabletten enthalten 1200 mg Weihrauch, davon 1020 mg Boswelliasäure. Da H15 nicht wie versprochen gewirkt hatte, ging ich mit dem neuen Präparat aufs Ganze: 4 Mal täglich 3 Tabletten, also täglich um die 4 g Wirkstoff – verteilt auf morgens, mittags, abends und zur Nacht. Und siehe da: es klappte! Seitdem ersetzt Weihrauch bei mir das Mezavant und ich habe davon keinerlei Nebenwirkungen.

Zum Testen sollte man sich daher besser gleich das Gebinde mit 3 Dosen (je 120 Kapseln) Boswellia Serrata bestellen, welches bei Viabiona zum Testen auf Rechnung und mit Geld zurück-Garantie gekauft werden kann (Link oben). Bitte nicht vergessen, eine mögliche Veränderung oder Ergänzung der Medikation mit dem behandelnden Gastroenterologen zu besprechen und mindestens in den ersten 3 Monaten alle 2-4 Wochen die Entzündungswerte im Blut zu kontrollieren!

Rabenhorst Heidelbeer-Muttersaft bei CED

Der Heidelbeer-Muttersaft „Waldbeere“ von Rabenhorst (erhältlich u.a. im Reformhaus) kann bei CED wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa etwas Linderung verschaffen und vor allem die Remission weiter stabilisieren. Ich habe ihn selbst probiert und er hat auf jeden Fall bei mir recht gut gewirkt. Erst seit ich regelmäßig meinen Morbus Crohn-Smoothie mache, trinke ich ihn nur noch seltener und dann meistens abends, da im Smoothie ja bereits Heidelbeeren enthalten sind. Denn der Heidelbeersaft ist mit knapp 6 Euro für 330 ml nicht gerade günstig. Dafür bekommt man schon fast 2 Packungen TK-Heidelbeeren bei REWE & Co. Verhältnismäßig günstiger ist die große Flasche mit 750 ml mit ca. 9,00 Euro.

Ich habe den Heidelbeer-Muttersaft bei mir so dosiert, dass ich morgens und abends ca. 50-80 ml Heidelbeersaft in ein Glas gegeben und mit einem kleinen Schuss Medium-Mineralwasser verdünnt habe. Bitte kein Sprudelwasser mit vollem Kohlensäuregehalt nehmen, denn die Mischung neigt sonst zum Überschäumen und man hat dann eine ordentliche Sauerei auf dem Tisch 😉

Die Mischung nun langsam und schluckweise trinken. Ich habe danach dann nochmal etwas Mineralwasser ins Glas gekippt, geschwenkt und auch noch getrunken, denn es ist ja vor allem der Farbstoff der Heidelbeeren, der die Entzündungsenzyme hemmt.

Der Heidelbeersaft muss nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden, daher ist das leichte Verdünnen mit etwas Mineralwasser zugleich ein guter Weg, den Saft an den folgenden Tagen auf eine gute Trinktemperatur zu bekommen.

Bitte nicht erschrecken, wenn der Stuhl spätestens ab dem zweiten Tag dunkler bis fast schwarz ist. Das ist so genau richtig, dafür sorgt der in dem Heidelbeersaft enthaltene Farbstoff. Ich empfehle zum Testen einfach eine große Falsche zu nehmen und den Saft mindestens eine Woche lange wie oben beschrieben einzunehmen und dann zu schauen, ob er im jeweiligen Fall lindernd wirkt oder nicht.