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Sport bei CED?

Ich habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, mehrmals pro Woche mit dem Rad ins Büro zu fahren und bin inzwischen soweit, dass ich das fast täglich tue. So sind jeden Abend um die 30 Kilometer auf dem Tacho und der Schlaf ist so tief und erholsam wie nie zuvor. Dafür werde ich oftmals bereits gegen 5 Uhr morgens wach, frühstücke in Ruhe, werfe einen kurzen Blick in die Nachrichten und mache mich dann wieder auf den Weg. Das inzwischen erlangte Körpergefühl ist unbeschreiblich gut.

Da ich ja in einem früheren Artikel darauf eingegangen bin, dass es teilweise wohl Überschneidungen bezüglich CED und Diabetes gibt, denke ich, dass moderater Ausdauer- und Kraftsport für jeden CED-Betroffenen von Vorteil sein könnte. Abgesehen davon, dass man so mögliches Übergewicht ebenso bekämpfen wie Osteoporose durch Kortison lindern kann, wird so das Immunsystem mit anderen Dingen beschäftigt als den eigenen Darm anzugreifen. Auf diesem Wege habe ich in den vergangenen 3-4 Monaten ca. 22 kg abgenommen und eine erheblich bessere Fitness erreicht.

Angesichts der verstecken Beigaben von Fetten und Zucker in vielen Lebensmitteln, sollte man zudem immer frisch kochen und auf Fertiggerichte oder sonstige vorverarbeitete Produkte verzichten, auf Junkfood sowieso. Zucker habe ich fast vollständig aus meinem Leben verbannt. Meinen geliebten Tee trinke ich nun nur noch mit einem Teelöffel Agavendicksaft drin, daneben gibt es gelegentlich Bananen und morgens 0,3 l meines CED-Smoothies, den ich noch etwas gepimpt habe. So füge ich nun zusätzlich 100 ml Granatapfelsaft und 150 ml Aroniasaft hinzu und reduziere dafür den Anteil des milden Multivitaminsafts und Bananensafts entsprechend. Der Smoothie wird so auch extra dunkel, schon beinahe schwarz. Verfeinert wird das Ganze mit einem leicht gehäuften Teelöffel Detox-Matcha – dieser Smoothie ist wie pures Gold für den Körper.

Daneben höre ich bei der Ernährung nun noch mehr auf meinen Körper, der mir inzwischen recht eindeutig  Signale gibt, ob er gerade besonders viel Eiweiß oder eher mehr Kohlehydrate benötigt. Nach Zucker verlangt er nie und Fette nutze ich nur mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Olivenöl zum Kochen, Raps- oder Ernussöl zum Braten sowie Dr. Budwigs Omega3-Leinöl für Salate und als tägliche Zugabe (je ein Teelöffel morgens und abends) in meinen Soja-Joghurt. Die von mir häufig mit Arrabiata oder Gemüse-Soja-Bolognese verspeiste Pasta gibt es inzwischen auch nur noch in der Vollkornvariante, z.B. vom dm.

Nun, was soll ich sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal gesundheitlich so auf die Höhe komme wie in den vergangenen Monaten und das Ergometer für das Beibehalten des Sports über den Herbst / Winter ist bereits ausgesucht. Hanteln habe ich eh noch rumliegen und nutze sie inzwischen an Tagen, wo ich mal nicht mit dem Rad fahre. Das Etappenziel von über 120 kg auf 98 kg ist erreicht, im nächsten Schritt will ich auf ca. 85 kg runterkommen. Mal schauen, was sich da noch machen läßt, bevor ich wetterbedingt den Sport nach drinnen verlegen muss 😉