Archiv der Kategorie: Produkte

Warnung: Glutaminsäure!

Es ist nun an der Zeit, dass ich eine Nahrungsergänzung aus meiner Liste nehme: Glutamin Verla. Ich werde nachfolgend begründen, warum. Glutaminsäure ist letztlich nichts anderes als Ausgangsstoff für Glutamat, das für Heißhunger verantwortlich ist und es gibt Studien, die eine Mitwirkung bei der Entstehung von Krankheiten wie Morbus Parkinson (Schüttellähmung) und Morbus Alzheimer (Demenz) nahelegen. Daneben gibt es zur Entstehung von Krankheiten wie der Schizophrenie die Dopamin-Glutamat-Hypothese.

Glutaminsäure nehmen wir über die Nahrung alle bereits mehr als genug auf, es ist ja auch keine essentielle Aminosäure. Daher kann ich auf Grund verschiedener Symptome, die ich in den letzten ca. 8-12 Wochen hatte, nur davon abraten, Glutaminsäure zusätzlich zuzuführen.

Hier gibt es weitere Informationen.

Berliner Charité: Myrrhe stärkt Darmbarriere

Neben Weihrauch gibt es ja auch andere Pflanzen, die bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unterstützend helfen können. Neben Heidelbeeren, Aroniabeeren und Schwarzkümmelöl ist ja auch schon länger Myrrhe im Gespräch. Nun hat eine Studie der Berliner Charité die Wirksamkeit von Myrrhe bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersucht und belegt. Gleichzeitig wurde auch der Wirkmechanismus von Myrrhe untersucht:

„Um bei chronischen Erkrankungen einen erneuten Entzündungsschub möglichst lange hinauszuzögern, ist eine Wiederherstellung der Darmbarriere-Funktion essenziell“, erläutert Schulzke. Die aktuellen Untersuchungen aus Berlin bestätigen die anti-entzündliche Wirkung der Myrrhe und decken einige der Mechanismen auf, die zur Stabilisierung der Darmbarriere führen. Damit lässt sich der in der Erfahrungsmedizin schon lange bewährte Einsatz von Myrrhe-Präparaten bei der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarm nun auch wissenschaftlich erklären“, so der Experte.

Laboruntersuchungen der Universität Leipzig konnten darüber hinaus wichtige Mechanismen entschlüsseln, auf der die anti-entzündliche Wirkung eines Kombinationsarzneimittels aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle basiert. Diese Ergebnisse tragen zum besseren Verständnis der „Multi-Target-Wirkung“, also der Vielfachwirkung, des Pflanzengemischs bei: Die drei Heilpflanzen hemmen in den Fresszellen des Immunsystems entzündungsfördernde Prozesse in unterschiedlicher Ausprägung und verstärken sich dabei gegenseitig in ihrer Wirkung(3,4).

Das verwendete Präparat heißt Myrrhinil-Intest und ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Es enthält neben Myrrhe auch Kamille und Kaffeekohle, als Dosierung werden 4 Tabletten 3 Mal täglich genannt. Ich überlege derzeit, es demnächst einmal zu testen. Für alle, die nun ebenfalls Weihrauch oder Myrrhe testen wollen, gilt wie üblich: sprecht mit Eurem Arzt darüber und beobachtet während der Einnahme – gerade, wenn es nicht nur ergänzend, sondern als Ersatz für Salofalk & Co. genommen werden sollte – Euren Stuhl und laßt regelmäßig ein Blutbild machen, um ansteigende Entzündungswerte erkennen und ggf. frühzeitig gegensteuern zu können. Leider gibt es je nach Schwere und Verlauf der Erkrankung auch eine unterschiedliche Wirksamkeit der alternativen Mittel.

Andreas Wecker und seine Pflanzenöle

Ich habe vor kurzem die Geschichte des Kunstturners Andreas Wecker gelesen, der ebenfalls an Morbus Crohn leidet und sich offenbar mit einer Mischung aus verschiedenen Pflanzenölen behandelt, die er aus verschiedenen Samen selbst presst. Ich habe dazu zwei Quellen gefunden, einmal den Shop von Andreas Wecker selbst, einmal ein Produkt namens Panaseeda, das wohl eine ähnliche Zusammensetzung hat.

Ich selbst habe bislang noch keine Erfahrung damit, werde aber versuchen, mir so ein Öl zu besorgen und es zu testen. Sollte bereits jemand damit Erfahrungen gemacht haben, so kann er mir gerne darüber berichten.

Sport bei CED?

Ich habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, mehrmals pro Woche mit dem Rad ins Büro zu fahren und bin inzwischen soweit, dass ich das fast täglich tue. So sind jeden Abend um die 30 Kilometer auf dem Tacho und der Schlaf ist so tief und erholsam wie nie zuvor. Dafür werde ich oftmals bereits gegen 5 Uhr morgens wach, frühstücke in Ruhe, werfe einen kurzen Blick in die Nachrichten und mache mich dann wieder auf den Weg. Das inzwischen erlangte Körpergefühl ist unbeschreiblich gut.

Da ich ja in einem früheren Artikel darauf eingegangen bin, dass es teilweise wohl Überschneidungen bezüglich CED und Diabetes gibt, denke ich, dass moderater Ausdauer- und Kraftsport für jeden CED-Betroffenen von Vorteil sein könnte. Abgesehen davon, dass man so mögliches Übergewicht ebenso bekämpfen wie Osteoporose durch Kortison lindern kann, wird so das Immunsystem mit anderen Dingen beschäftigt als den eigenen Darm anzugreifen. Auf diesem Wege habe ich in den vergangenen 3-4 Monaten ca. 22 kg abgenommen und eine erheblich bessere Fitness erreicht.

Angesichts der verstecken Beigaben von Fetten und Zucker in vielen Lebensmitteln, sollte man zudem immer frisch kochen und auf Fertiggerichte oder sonstige vorverarbeitete Produkte verzichten, auf Junkfood sowieso. Zucker habe ich fast vollständig aus meinem Leben verbannt. Meinen geliebten Tee trinke ich nun nur noch mit einem Teelöffel Agavendicksaft drin, daneben gibt es gelegentlich Bananen und morgens 0,3 l meines CED-Smoothies, den ich noch etwas gepimpt habe. So füge ich nun zusätzlich 100 ml Granatapfelsaft und 150 ml Aroniasaft hinzu und reduziere dafür den Anteil des milden Multivitaminsafts und Bananensafts entsprechend. Der Smoothie wird so auch extra dunkel, schon beinahe schwarz. Verfeinert wird das Ganze mit einem leicht gehäuften Teelöffel Detox-Matcha – dieser Smoothie ist wie pures Gold für den Körper.

Daneben höre ich bei der Ernährung nun noch mehr auf meinen Körper, der mir inzwischen recht eindeutig  Signale gibt, ob er gerade besonders viel Eiweiß oder eher mehr Kohlehydrate benötigt. Nach Zucker verlangt er nie und Fette nutze ich nur mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Olivenöl zum Kochen, Raps- oder Ernussöl zum Braten sowie Dr. Budwigs Omega3-Leinöl für Salate und als tägliche Zugabe (je ein Teelöffel morgens und abends) in meinen Soja-Joghurt. Die von mir häufig mit Arrabiata oder Gemüse-Soja-Bolognese verspeiste Pasta gibt es inzwischen auch nur noch in der Vollkornvariante, z.B. vom dm.

Nun, was soll ich sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal gesundheitlich so auf die Höhe komme wie in den vergangenen Monaten und das Ergometer für das Beibehalten des Sports über den Herbst / Winter ist bereits ausgesucht. Hanteln habe ich eh noch rumliegen und nutze sie inzwischen an Tagen, wo ich mal nicht mit dem Rad fahre. Das Etappenziel von über 120 kg auf 98 kg ist erreicht, im nächsten Schritt will ich auf ca. 85 kg runterkommen. Mal schauen, was sich da noch machen läßt, bevor ich wetterbedingt den Sport nach drinnen verlegen muss 😉

Aktueller Test: Aronia-Saft

Ich teste im Moment übrigens auch den Aronia-Saft von Rabenhorst und kann schonmal eine kurze Zwischenmeldung geben. Erstmal wäre da da Geschmack, der ein bisschen herb „nach Keller“ im Mund zurückbleibt. Auch hier verdünne ich deshalb ca. 100 ml Saft mit etwas Medium-Mineralwasser wie schon beim Heidelbeersaft. Etwas überrascht hat mich, dass man an den ersten 1-2 Tagen nach der Einnahme durchaus sowas wie einen Durchfall (jeweils einmalig) hat, aber danach hört das auf und er wirkt vergleichbar wie der Heidelbeer-Muttersaft.

Was noch aussteht, ist der Test in Kombination, also Heidelbeersaft bzw. mein Morbus Crohn-Smoothie und Aronia-Saft. Der Stuhl bekommt vom Aroniasaft im Laufe der Zeit einen bläulichen Schimmer, was anfangs vielleicht etwas erschrecken kann, aber wohl normal ist.

Weihrauch (Boswellia Serrata) bei Morbus Crohn

Schon lange gibt es Hinweise darauf, dass die Boswelliasäure im Weihrauchharz eine ähnlich entzündungshemmende Wirkung hat wie die sonst üblichen Produkte mit Mesalazin, z.B. Salofalk. Früher mußte man sich das Produkt H15 von internationalen Apotheken besorgen lassen, inzwischen gibt es das von Hecht Pharma auf Bestellung in so ziemlich jeder Apotheke. Allerdings habe ich bei mir festgestellt, dass dieses H15-Präparat in der Wirkung nicht sonderlich stark ist, zudem hinterläßt die Kapselhülle aus Gelatine bei mir als Fast-Veganer einen Ekel im Hals zurück. Letztlich stieß ich auf eine Studie, die eine Wirksamkeit von Weihrauch bei Morbus Crohn in einer Dosierung ab 2-4 g täglich feststellte.

Ich habe früher immer 3 Mal täglich eine Salafolk (500 mg) genommen, wurde dann nach einem weiteren Schub aber auf Mezavant ( 3×1200 mg) gesetzt und dieses Medikament habe ich gar nicht gut vertragen. Einerseits hatte ich hohen Blutdruck bekommen und ich hatte den Eindruck, dass sich das Medikament auch auf meine Wahrnehmung und mein Wohlbefinden negativ auswirkte.

Nachdem ich erst H15 probiert hatte und dessen Wirkung nicht so der Knaller war, stieß ich auf das Boswellia Serrata-Präparat der Firma Viabiona. Dieses wird mit einem extra hohen Gehalt an Boswelliasäure beworben: 3 Tabletten enthalten 1200 mg Weihrauch, davon 1020 mg Boswelliasäure. Da H15 nicht wie versprochen gewirkt hatte, ging ich mit dem neuen Präparat aufs Ganze: 4 Mal täglich 3 Tabletten, also täglich um die 4 g Wirkstoff – verteilt auf morgens, mittags, abends und zur Nacht. Und siehe da: es klappte! Seitdem ersetzt Weihrauch bei mir das Mezavant und ich habe davon keinerlei Nebenwirkungen.

Zum Testen sollte man sich daher besser gleich das Gebinde mit 3 Dosen (je 120 Kapseln) Boswellia Serrata bestellen, welches bei Viabiona zum Testen auf Rechnung und mit Geld zurück-Garantie gekauft werden kann (Link oben). Bitte nicht vergessen, eine mögliche Veränderung oder Ergänzung der Medikation mit dem behandelnden Gastroenterologen zu besprechen und mindestens in den ersten 3 Monaten alle 2-4 Wochen die Entzündungswerte im Blut zu kontrollieren!

Rabenhorst Heidelbeer-Muttersaft bei CED

Der Heidelbeer-Muttersaft „Waldbeere“ von Rabenhorst (erhältlich u.a. im Reformhaus) kann bei CED wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa etwas Linderung verschaffen und vor allem die Remission weiter stabilisieren. Ich habe ihn selbst probiert und er hat auf jeden Fall bei mir recht gut gewirkt. Erst seit ich regelmäßig meinen Morbus Crohn-Smoothie mache, trinke ich ihn nur noch seltener und dann meistens abends, da im Smoothie ja bereits Heidelbeeren enthalten sind. Denn der Heidelbeersaft ist mit knapp 6 Euro für 330 ml nicht gerade günstig. Dafür bekommt man schon fast 2 Packungen TK-Heidelbeeren bei REWE & Co. Verhältnismäßig günstiger ist die große Flasche mit 750 ml mit ca. 9,00 Euro.

Ich habe den Heidelbeer-Muttersaft bei mir so dosiert, dass ich morgens und abends ca. 50-80 ml Heidelbeersaft in ein Glas gegeben und mit einem kleinen Schuss Medium-Mineralwasser verdünnt habe. Bitte kein Sprudelwasser mit vollem Kohlensäuregehalt nehmen, denn die Mischung neigt sonst zum Überschäumen und man hat dann eine ordentliche Sauerei auf dem Tisch 😉

Die Mischung nun langsam und schluckweise trinken. Ich habe danach dann nochmal etwas Mineralwasser ins Glas gekippt, geschwenkt und auch noch getrunken, denn es ist ja vor allem der Farbstoff der Heidelbeeren, der die Entzündungsenzyme hemmt.

Der Heidelbeersaft muss nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden, daher ist das leichte Verdünnen mit etwas Mineralwasser zugleich ein guter Weg, den Saft an den folgenden Tagen auf eine gute Trinktemperatur zu bekommen.

Bitte nicht erschrecken, wenn der Stuhl spätestens ab dem zweiten Tag dunkler bis fast schwarz ist. Das ist so genau richtig, dafür sorgt der in dem Heidelbeersaft enthaltene Farbstoff. Ich empfehle zum Testen einfach eine große Falsche zu nehmen und den Saft mindestens eine Woche lange wie oben beschrieben einzunehmen und dann zu schauen, ob er im jeweiligen Fall lindernd wirkt oder nicht.

 

Mein morgendlicher Morbus Crohn-Smoothie

Seit einiger Zeit habe ich Smoothies für mich als zusätzliche Nährstoff-Zufuhr entdeckt und im Laufe der Zeit habe ich für mich ein Rezept entwickelt, das sich meiner Ansicht nach positiv auf meinen Morbus Crohn auswirkt. Nachfolgend die Zutatenliste:

  • 1 reife Banane
  • 1 reifer Apfel (z.B. Gala Royal)
  • mindestens 3 gehäufte Esslöffel TK-Heidelbeeren
  • einige TK-Erdbeeren
  • hohes C Milder Multivitaminsaft (wenig Säure!)
  • Granini Bananensaft

Zubereitung

Die Banane zerteilen und in den Mixbehälter werfen. Dann den Apfel gut abwaschen, halbieren, dann vierteln, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls ab in den Behälter damit. Nun die TK-Heidelbeeren hinzufügen. Sollte noch Platz im Behälter sein und man Erdbeeren mögen, davon auch einige hinzufügen. Nun den Mixbehälter bis knapp über die Hälfte mit mildem Multivitaminsaft auffüllen, für den Rest den Bananensaft verwenden. Dann gut durchmixen, rausnehmen, leicht horizontal schütteln und nochmal kurz mixen – fertig!

Meine Angaben beziehen sich auf meinen Smoothie-Maker, bei kleinerem oder größerem Mixbehälter die Zutatenmengen entsprechend anpassen. Der Smoothie ist dann richtig, wenn er generell mild schmeckt und der Geschmack der Heidelbeeren etwas durchkommt, daneben die Banane und der Bananensaft auch ein bisschen herauszuschmecken ist.

Wer diesen Smoothie noch etwas veredeln möchte, der kann einen gestrichenen Teelöffel Detox-Matcha in Bio-Qualität hinzufügen.

Ich trinke diesem Smoothie immer  nachdem ich bereits mindestens eine Kleinigkeit (z.B. Brötchen) gegessen habe und achte darauf, dass er nicht zu kalt ist. Langsam und schluckweise trinken, nichts überstürzen. Die Kombination aus den Heidelbeeren und dem anderen Obst ist einerseits gut für den Darm und liefert zudem extra Vitamine. Viele CED-Betroffene haben ja durch die Durchfälle oder ein Kurzdarmsyndrom tendenziell eh eine Unterversorgung mit Nährstoffen.

Viel Spass beim Nachmixen! 😉