Archiv der Kategorie: Ernährung

Warnung: Glutaminsäure!

Es ist nun an der Zeit, dass ich eine Nahrungsergänzung aus meiner Liste nehme: Glutamin Verla. Ich werde nachfolgend begründen, warum. Glutaminsäure ist letztlich nichts anderes als Ausgangsstoff für Glutamat, das für Heißhunger verantwortlich ist und es gibt Studien, die eine Mitwirkung bei der Entstehung von Krankheiten wie Morbus Parkinson (Schüttellähmung) und Morbus Alzheimer (Demenz) nahelegen. Daneben gibt es zur Entstehung von Krankheiten wie der Schizophrenie die Dopamin-Glutamat-Hypothese.

Glutaminsäure nehmen wir über die Nahrung alle bereits mehr als genug auf, es ist ja auch keine essentielle Aminosäure. Daher kann ich auf Grund verschiedener Symptome, die ich in den letzten ca. 8-12 Wochen hatte, nur davon abraten, Glutaminsäure zusätzlich zuzuführen.

Hier gibt es weitere Informationen.

Andreas Wecker und seine Pflanzenöle

Ich habe vor kurzem die Geschichte des Kunstturners Andreas Wecker gelesen, der ebenfalls an Morbus Crohn leidet und sich offenbar mit einer Mischung aus verschiedenen Pflanzenölen behandelt, die er aus verschiedenen Samen selbst presst. Ich habe dazu zwei Quellen gefunden, einmal den Shop von Andreas Wecker selbst, einmal ein Produkt namens Panaseeda, das wohl eine ähnliche Zusammensetzung hat.

Ich selbst habe bislang noch keine Erfahrung damit, werde aber versuchen, mir so ein Öl zu besorgen und es zu testen. Sollte bereits jemand damit Erfahrungen gemacht haben, so kann er mir gerne darüber berichten.

Unreine Haut bei CED ein Hinweis auf Entzündungsaktivität?

Dazu dieser Artikel im Focus:

Ist die Funktion des Darms gestört, können auch organische Abläufe im Körper eingeschränkt sein. Das wirkt sich unter anderem auch auf unsere Haut aus: Sie spiegelt wider, wie es um unseren Darm bestellt ist. Mangelnde Nährstoffversorgung oder fehlende Entgiftung über den Darm machen sich dann beispielsweise als Hautunreinheiten bemerkbar.

 (…)

Die Entgiftung des Körpers wird verlagert, Nieren, Lunge und Haut sind die Organe, die diese Funktion stellvertretend übernehmen. Stoffe, die über die Haut ausgeschieden werden, können diese reizen und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte auslösen. Aber nicht jede Hauterkrankung und -irritation ist auf eine nicht intakte Darmflora zurückzuführen. So beruhen Hautunreinheiten auch häufig auf Hormonumstellungen oder Stress. Bei starken Veränderungen der Haut ist es daher ratsam, die Ursache durch einen Arzt abklären zu lassen.

Bei mir hat sich das Hautbild im Gesicht unter Einfluß des Morbus Crohn verschlechtert, vermutlich spielte dabei aber auch das Kortison eine große Rolle. Ein kompletter Zucker-Detox und der Verzicht auf gesättigte Fettsäuren kann aber ebenso zu einer Verbesserung führen wie sportliche Betätigung, bei der über die Schweißdrüsen auch Giftstoffe ausgeschieden werden. Wichtig ist dann nur, dass man zeitnah duscht, um die Verunreinigungen abzuwaschen. Anschließend kann die Haut mit Hilfe eines Peeling-Schwamms angeregt werden.

 

Sport bei CED?

Ich habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, mehrmals pro Woche mit dem Rad ins Büro zu fahren und bin inzwischen soweit, dass ich das fast täglich tue. So sind jeden Abend um die 30 Kilometer auf dem Tacho und der Schlaf ist so tief und erholsam wie nie zuvor. Dafür werde ich oftmals bereits gegen 5 Uhr morgens wach, frühstücke in Ruhe, werfe einen kurzen Blick in die Nachrichten und mache mich dann wieder auf den Weg. Das inzwischen erlangte Körpergefühl ist unbeschreiblich gut.

Da ich ja in einem früheren Artikel darauf eingegangen bin, dass es teilweise wohl Überschneidungen bezüglich CED und Diabetes gibt, denke ich, dass moderater Ausdauer- und Kraftsport für jeden CED-Betroffenen von Vorteil sein könnte. Abgesehen davon, dass man so mögliches Übergewicht ebenso bekämpfen wie Osteoporose durch Kortison lindern kann, wird so das Immunsystem mit anderen Dingen beschäftigt als den eigenen Darm anzugreifen. Auf diesem Wege habe ich in den vergangenen 3-4 Monaten ca. 22 kg abgenommen und eine erheblich bessere Fitness erreicht.

Angesichts der verstecken Beigaben von Fetten und Zucker in vielen Lebensmitteln, sollte man zudem immer frisch kochen und auf Fertiggerichte oder sonstige vorverarbeitete Produkte verzichten, auf Junkfood sowieso. Zucker habe ich fast vollständig aus meinem Leben verbannt. Meinen geliebten Tee trinke ich nun nur noch mit einem Teelöffel Agavendicksaft drin, daneben gibt es gelegentlich Bananen und morgens 0,3 l meines CED-Smoothies, den ich noch etwas gepimpt habe. So füge ich nun zusätzlich 100 ml Granatapfelsaft und 150 ml Aroniasaft hinzu und reduziere dafür den Anteil des milden Multivitaminsafts und Bananensafts entsprechend. Der Smoothie wird so auch extra dunkel, schon beinahe schwarz. Verfeinert wird das Ganze mit einem leicht gehäuften Teelöffel Detox-Matcha – dieser Smoothie ist wie pures Gold für den Körper.

Daneben höre ich bei der Ernährung nun noch mehr auf meinen Körper, der mir inzwischen recht eindeutig  Signale gibt, ob er gerade besonders viel Eiweiß oder eher mehr Kohlehydrate benötigt. Nach Zucker verlangt er nie und Fette nutze ich nur mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Olivenöl zum Kochen, Raps- oder Ernussöl zum Braten sowie Dr. Budwigs Omega3-Leinöl für Salate und als tägliche Zugabe (je ein Teelöffel morgens und abends) in meinen Soja-Joghurt. Die von mir häufig mit Arrabiata oder Gemüse-Soja-Bolognese verspeiste Pasta gibt es inzwischen auch nur noch in der Vollkornvariante, z.B. vom dm.

Nun, was soll ich sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal gesundheitlich so auf die Höhe komme wie in den vergangenen Monaten und das Ergometer für das Beibehalten des Sports über den Herbst / Winter ist bereits ausgesucht. Hanteln habe ich eh noch rumliegen und nutze sie inzwischen an Tagen, wo ich mal nicht mit dem Rad fahre. Das Etappenziel von über 120 kg auf 98 kg ist erreicht, im nächsten Schritt will ich auf ca. 85 kg runterkommen. Mal schauen, was sich da noch machen läßt, bevor ich wetterbedingt den Sport nach drinnen verlegen muss 😉

Schleichende Diabetes bei CED-Patienten?

Ich habe in zahlreichen Foren und auch bei Facebook in CED-Gruppen häufig gelesen, dass die Betroffenen oftmals über einen längeren Zeitraum, teils gar lebenslang große Mengen Zucker durch Softdrinks und andere süsse Speisen und Getränke zu sich genommen haben und es weiterhin tun. Ich frage mich seitdem, inwieweit die Verschlechterung des Verlaufs einer CED wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass die Betroffenen durch die hohe Zucker-Zufuhr im Laufe der Zeit eine Diabetes entwickeln. Schließlich führt eine Diabetes ja auch dazu, dass Wunden schlechter heilen und Gewebe absterben kann, zum Beispiel beim sogenannten diabetischen Fuß.Könnte es also nicht auch sein, dass Entzündungen im Darm dann ebenso schlechter verheilen und dort Gewebe abstirbt, so dass das Darmgewebe immer anfälliger wird und die Entzündungen immer tiefer in die Darmwand gehen?  Dass also das Gewebe im Laufe der Zeit immer nekrotischer wird, so dass letztlich auch OPs notwendig werden?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2015 den Zucker-Grenzwert von 10 auf 5 Prozent reduziert. So darf ein Erwachsener nun pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker (ca.sechs Teelöffel) konsumieren. Schon 0,3 Liter Cola überschreiten diesen Grenzwert, so dass danach keinerlei Zucker mehr aufgenommen werden dürfte. Viele Lebensmittel, gerade Fertiggerichte, Fix-Tütchen und sonstige vorverarbeitete Speisen enthalten neben versteckten Fetten auch oftmals versteckten Zucker. Light-Versionen dieser Lebensmittel sind oftmals keinen Deut besser. Denn das weggelassene Fett als Geschmacksträger wird häufig durch einen höheren Zuckeranteil ersetzt. Am besten ist es also, möglichst oft selbst frisch zu kochen und dabei in erster Linie mit Gewürzen und Kräutern statt mit Fix-Tütchen und Geschmacksverstärkern abzuschmecken.Übrige Portionen kann man einfrieren und spart sich so gelegentlich das Kochen, wenn man keine Zeit hat.

Mich interessiert nun, ob es bereits medizinische Studien darüber gibt, was die Kombination von CED und Diabetes betrifft, vor allem zum Zeitpunkt der Diagnose einer Diabetes und den Krankheitsverlauf der CED bis dahin. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Nachtrag:
Es gibt bereits entsprechende Studien, was Morbus Crohn und Diabetes betrifft, z.B.

Rabenhorst Heidelbeer-Muttersaft bei CED

Der Heidelbeer-Muttersaft „Waldbeere“ von Rabenhorst (erhältlich u.a. im Reformhaus) kann bei CED wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa etwas Linderung verschaffen und vor allem die Remission weiter stabilisieren. Ich habe ihn selbst probiert und er hat auf jeden Fall bei mir recht gut gewirkt. Erst seit ich regelmäßig meinen Morbus Crohn-Smoothie mache, trinke ich ihn nur noch seltener und dann meistens abends, da im Smoothie ja bereits Heidelbeeren enthalten sind. Denn der Heidelbeersaft ist mit knapp 6 Euro für 330 ml nicht gerade günstig. Dafür bekommt man schon fast 2 Packungen TK-Heidelbeeren bei REWE & Co. Verhältnismäßig günstiger ist die große Flasche mit 750 ml mit ca. 9,00 Euro.

Ich habe den Heidelbeer-Muttersaft bei mir so dosiert, dass ich morgens und abends ca. 50-80 ml Heidelbeersaft in ein Glas gegeben und mit einem kleinen Schuss Medium-Mineralwasser verdünnt habe. Bitte kein Sprudelwasser mit vollem Kohlensäuregehalt nehmen, denn die Mischung neigt sonst zum Überschäumen und man hat dann eine ordentliche Sauerei auf dem Tisch 😉

Die Mischung nun langsam und schluckweise trinken. Ich habe danach dann nochmal etwas Mineralwasser ins Glas gekippt, geschwenkt und auch noch getrunken, denn es ist ja vor allem der Farbstoff der Heidelbeeren, der die Entzündungsenzyme hemmt.

Der Heidelbeersaft muss nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden, daher ist das leichte Verdünnen mit etwas Mineralwasser zugleich ein guter Weg, den Saft an den folgenden Tagen auf eine gute Trinktemperatur zu bekommen.

Bitte nicht erschrecken, wenn der Stuhl spätestens ab dem zweiten Tag dunkler bis fast schwarz ist. Das ist so genau richtig, dafür sorgt der in dem Heidelbeersaft enthaltene Farbstoff. Ich empfehle zum Testen einfach eine große Falsche zu nehmen und den Saft mindestens eine Woche lange wie oben beschrieben einzunehmen und dann zu schauen, ob er im jeweiligen Fall lindernd wirkt oder nicht.

 

Mein morgendlicher Morbus Crohn-Smoothie

Seit einiger Zeit habe ich Smoothies für mich als zusätzliche Nährstoff-Zufuhr entdeckt und im Laufe der Zeit habe ich für mich ein Rezept entwickelt, das sich meiner Ansicht nach positiv auf meinen Morbus Crohn auswirkt. Nachfolgend die Zutatenliste:

  • 1 reife Banane
  • 1 reifer Apfel (z.B. Gala Royal)
  • mindestens 3 gehäufte Esslöffel TK-Heidelbeeren
  • einige TK-Erdbeeren
  • hohes C Milder Multivitaminsaft (wenig Säure!)
  • Granini Bananensaft

Zubereitung

Die Banane zerteilen und in den Mixbehälter werfen. Dann den Apfel gut abwaschen, halbieren, dann vierteln, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls ab in den Behälter damit. Nun die TK-Heidelbeeren hinzufügen. Sollte noch Platz im Behälter sein und man Erdbeeren mögen, davon auch einige hinzufügen. Nun den Mixbehälter bis knapp über die Hälfte mit mildem Multivitaminsaft auffüllen, für den Rest den Bananensaft verwenden. Dann gut durchmixen, rausnehmen, leicht horizontal schütteln und nochmal kurz mixen – fertig!

Meine Angaben beziehen sich auf meinen Smoothie-Maker, bei kleinerem oder größerem Mixbehälter die Zutatenmengen entsprechend anpassen. Der Smoothie ist dann richtig, wenn er generell mild schmeckt und der Geschmack der Heidelbeeren etwas durchkommt, daneben die Banane und der Bananensaft auch ein bisschen herauszuschmecken ist.

Wer diesen Smoothie noch etwas veredeln möchte, der kann einen gestrichenen Teelöffel Detox-Matcha in Bio-Qualität hinzufügen.

Ich trinke diesem Smoothie immer  nachdem ich bereits mindestens eine Kleinigkeit (z.B. Brötchen) gegessen habe und achte darauf, dass er nicht zu kalt ist. Langsam und schluckweise trinken, nichts überstürzen. Die Kombination aus den Heidelbeeren und dem anderen Obst ist einerseits gut für den Darm und liefert zudem extra Vitamine. Viele CED-Betroffene haben ja durch die Durchfälle oder ein Kurzdarmsyndrom tendenziell eh eine Unterversorgung mit Nährstoffen.

Viel Spass beim Nachmixen! 😉