Archiv der Kategorie: CED

Alles zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Ein Lebenszeichen, neue Aspekte und Gedanken zu CED

Länger war es ruhig in diesem Blog. Das hat damit zu tun, dass ich aktuell mit einer anderen gesundheitlichen Problematik zu kämpfen habe, welche das Gehirn betrifft. Daneben überlege ich die Veröffentlichung eines kleinen e-Books mit meinen Tipps und Erfahrungen bei der alternativen/ergänzenden Behandlung von Morbus Crohn, die ggf. auch bei Colitis ulcerosa hilfreich sein können.

Inzwischen habe ich vielfältige weitere Dinge gelernt, teils aus der traditionellen, teils aus der alterantiven Medizin. Worauf ich komischerweise häufiger zurückkam, das war der Themenkreis rund um Erreger wie Parasiten, Protozoen und Pilze. Hier fielen mir vor allem drei Dinge auf:

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Warnung: Glutaminsäure!

Es ist nun an der Zeit, dass ich eine Nahrungsergänzung aus meiner Liste nehme: Glutamin Verla. Ich werde nachfolgend begründen, warum. Glutaminsäure ist letztlich nichts anderes als Ausgangsstoff für Glutamat, das für Heißhunger verantwortlich ist und es gibt Studien, die eine Mitwirkung bei der Entstehung von Krankheiten wie Morbus Parkinson (Schüttellähmung) und Morbus Alzheimer (Demenz) nahelegen. Daneben gibt es zur Entstehung von Krankheiten wie der Schizophrenie die Dopamin-Glutamat-Hypothese.

Glutaminsäure nehmen wir über die Nahrung alle bereits mehr als genug auf, es ist ja auch keine essentielle Aminosäure. Daher kann ich auf Grund verschiedener Symptome, die ich in den letzten ca. 8-12 Wochen hatte, nur davon abraten, Glutaminsäure zusätzlich zuzuführen.

Hier gibt es weitere Informationen.

Darmkrebs: Forscher suchen neue Therapien gegen fortgeschrittene Tumore

Ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Projekt soll die Wirkung des Eiweißmoleküls DUSP5 bei besonders aggressiven und fortgeschrittenen Darmtumoren untersuchen:

Professor Janssen und sein Team gehen nun der Frage nach, warum die Aktivität des „Bremsmoleküls“ DUSP5 in Darmkrebszellen herabgesetzt ist und welche Auswirkungen dies auf die Zellen hat. Langfristig wollen sie klären, warum Darmkrebs bei einigen Patienten einen aggressiven Verlauf nimmt, also oft nur schwer behandelbare Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen) bildet, und ob DUSP5 dafür mitverantwortlich ist. Die Arbeitsgruppe um Professor Janssen kann bereits erste Erfolge verbuchen: Aktuelle Ergebnisse belegen, dass DUSP5 im Laborversuch das Entstehen der Metastasen tatsächlich verhindern kann. Darmkrebszellen, in denen DUSP5 gezielt wieder „angeschaltet“ wurde, konnten keine Tumorabsiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen mehr ausbilden. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler neue Verfahren entwickeln, um das Risiko für das Auftreten von Metastasen besser beurteilen zu können. Langfristiges Ziel sind neuartige Behandlungsstrategien bei fortgeschrittenen Stadien der Krebserkrankung.

Berliner Charité: Myrrhe stärkt Darmbarriere

Neben Weihrauch gibt es ja auch andere Pflanzen, die bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unterstützend helfen können. Neben Heidelbeeren, Aroniabeeren und Schwarzkümmelöl ist ja auch schon länger Myrrhe im Gespräch. Nun hat eine Studie der Berliner Charité die Wirksamkeit von Myrrhe bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersucht und belegt. Gleichzeitig wurde auch der Wirkmechanismus von Myrrhe untersucht:

„Um bei chronischen Erkrankungen einen erneuten Entzündungsschub möglichst lange hinauszuzögern, ist eine Wiederherstellung der Darmbarriere-Funktion essenziell“, erläutert Schulzke. Die aktuellen Untersuchungen aus Berlin bestätigen die anti-entzündliche Wirkung der Myrrhe und decken einige der Mechanismen auf, die zur Stabilisierung der Darmbarriere führen. Damit lässt sich der in der Erfahrungsmedizin schon lange bewährte Einsatz von Myrrhe-Präparaten bei der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarm nun auch wissenschaftlich erklären“, so der Experte.

Laboruntersuchungen der Universität Leipzig konnten darüber hinaus wichtige Mechanismen entschlüsseln, auf der die anti-entzündliche Wirkung eines Kombinationsarzneimittels aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle basiert. Diese Ergebnisse tragen zum besseren Verständnis der „Multi-Target-Wirkung“, also der Vielfachwirkung, des Pflanzengemischs bei: Die drei Heilpflanzen hemmen in den Fresszellen des Immunsystems entzündungsfördernde Prozesse in unterschiedlicher Ausprägung und verstärken sich dabei gegenseitig in ihrer Wirkung(3,4).

Das verwendete Präparat heißt Myrrhinil-Intest und ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Es enthält neben Myrrhe auch Kamille und Kaffeekohle, als Dosierung werden 4 Tabletten 3 Mal täglich genannt. Ich überlege derzeit, es demnächst einmal zu testen. Für alle, die nun ebenfalls Weihrauch oder Myrrhe testen wollen, gilt wie üblich: sprecht mit Eurem Arzt darüber und beobachtet während der Einnahme – gerade, wenn es nicht nur ergänzend, sondern als Ersatz für Salofalk & Co. genommen werden sollte – Euren Stuhl und laßt regelmäßig ein Blutbild machen, um ansteigende Entzündungswerte erkennen und ggf. frühzeitig gegensteuern zu können. Leider gibt es je nach Schwere und Verlauf der Erkrankung auch eine unterschiedliche Wirksamkeit der alternativen Mittel.

Andreas Wecker und seine Pflanzenöle

Ich habe vor kurzem die Geschichte des Kunstturners Andreas Wecker gelesen, der ebenfalls an Morbus Crohn leidet und sich offenbar mit einer Mischung aus verschiedenen Pflanzenölen behandelt, die er aus verschiedenen Samen selbst presst. Ich habe dazu zwei Quellen gefunden, einmal den Shop von Andreas Wecker selbst, einmal ein Produkt namens Panaseeda, das wohl eine ähnliche Zusammensetzung hat.

Ich selbst habe bislang noch keine Erfahrung damit, werde aber versuchen, mir so ein Öl zu besorgen und es zu testen. Sollte bereits jemand damit Erfahrungen gemacht haben, so kann er mir gerne darüber berichten.

Unreine Haut bei CED ein Hinweis auf Entzündungsaktivität?

Dazu dieser Artikel im Focus:

Ist die Funktion des Darms gestört, können auch organische Abläufe im Körper eingeschränkt sein. Das wirkt sich unter anderem auch auf unsere Haut aus: Sie spiegelt wider, wie es um unseren Darm bestellt ist. Mangelnde Nährstoffversorgung oder fehlende Entgiftung über den Darm machen sich dann beispielsweise als Hautunreinheiten bemerkbar.

 (…)

Die Entgiftung des Körpers wird verlagert, Nieren, Lunge und Haut sind die Organe, die diese Funktion stellvertretend übernehmen. Stoffe, die über die Haut ausgeschieden werden, können diese reizen und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte auslösen. Aber nicht jede Hauterkrankung und -irritation ist auf eine nicht intakte Darmflora zurückzuführen. So beruhen Hautunreinheiten auch häufig auf Hormonumstellungen oder Stress. Bei starken Veränderungen der Haut ist es daher ratsam, die Ursache durch einen Arzt abklären zu lassen.

Bei mir hat sich das Hautbild im Gesicht unter Einfluß des Morbus Crohn verschlechtert, vermutlich spielte dabei aber auch das Kortison eine große Rolle. Ein kompletter Zucker-Detox und der Verzicht auf gesättigte Fettsäuren kann aber ebenso zu einer Verbesserung führen wie sportliche Betätigung, bei der über die Schweißdrüsen auch Giftstoffe ausgeschieden werden. Wichtig ist dann nur, dass man zeitnah duscht, um die Verunreinigungen abzuwaschen. Anschließend kann die Haut mit Hilfe eines Peeling-Schwamms angeregt werden.

 

Sport bei CED?

Ich habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, mehrmals pro Woche mit dem Rad ins Büro zu fahren und bin inzwischen soweit, dass ich das fast täglich tue. So sind jeden Abend um die 30 Kilometer auf dem Tacho und der Schlaf ist so tief und erholsam wie nie zuvor. Dafür werde ich oftmals bereits gegen 5 Uhr morgens wach, frühstücke in Ruhe, werfe einen kurzen Blick in die Nachrichten und mache mich dann wieder auf den Weg. Das inzwischen erlangte Körpergefühl ist unbeschreiblich gut.

Da ich ja in einem früheren Artikel darauf eingegangen bin, dass es teilweise wohl Überschneidungen bezüglich CED und Diabetes gibt, denke ich, dass moderater Ausdauer- und Kraftsport für jeden CED-Betroffenen von Vorteil sein könnte. Abgesehen davon, dass man so mögliches Übergewicht ebenso bekämpfen wie Osteoporose durch Kortison lindern kann, wird so das Immunsystem mit anderen Dingen beschäftigt als den eigenen Darm anzugreifen. Auf diesem Wege habe ich in den vergangenen 3-4 Monaten ca. 22 kg abgenommen und eine erheblich bessere Fitness erreicht.

Angesichts der verstecken Beigaben von Fetten und Zucker in vielen Lebensmitteln, sollte man zudem immer frisch kochen und auf Fertiggerichte oder sonstige vorverarbeitete Produkte verzichten, auf Junkfood sowieso. Zucker habe ich fast vollständig aus meinem Leben verbannt. Meinen geliebten Tee trinke ich nun nur noch mit einem Teelöffel Agavendicksaft drin, daneben gibt es gelegentlich Bananen und morgens 0,3 l meines CED-Smoothies, den ich noch etwas gepimpt habe. So füge ich nun zusätzlich 100 ml Granatapfelsaft und 150 ml Aroniasaft hinzu und reduziere dafür den Anteil des milden Multivitaminsafts und Bananensafts entsprechend. Der Smoothie wird so auch extra dunkel, schon beinahe schwarz. Verfeinert wird das Ganze mit einem leicht gehäuften Teelöffel Detox-Matcha – dieser Smoothie ist wie pures Gold für den Körper.

Daneben höre ich bei der Ernährung nun noch mehr auf meinen Körper, der mir inzwischen recht eindeutig  Signale gibt, ob er gerade besonders viel Eiweiß oder eher mehr Kohlehydrate benötigt. Nach Zucker verlangt er nie und Fette nutze ich nur mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Olivenöl zum Kochen, Raps- oder Ernussöl zum Braten sowie Dr. Budwigs Omega3-Leinöl für Salate und als tägliche Zugabe (je ein Teelöffel morgens und abends) in meinen Soja-Joghurt. Die von mir häufig mit Arrabiata oder Gemüse-Soja-Bolognese verspeiste Pasta gibt es inzwischen auch nur noch in der Vollkornvariante, z.B. vom dm.

Nun, was soll ich sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal gesundheitlich so auf die Höhe komme wie in den vergangenen Monaten und das Ergometer für das Beibehalten des Sports über den Herbst / Winter ist bereits ausgesucht. Hanteln habe ich eh noch rumliegen und nutze sie inzwischen an Tagen, wo ich mal nicht mit dem Rad fahre. Das Etappenziel von über 120 kg auf 98 kg ist erreicht, im nächsten Schritt will ich auf ca. 85 kg runterkommen. Mal schauen, was sich da noch machen läßt, bevor ich wetterbedingt den Sport nach drinnen verlegen muss 😉

Schleichende Diabetes bei CED-Patienten?

Ich habe in zahlreichen Foren und auch bei Facebook in CED-Gruppen häufig gelesen, dass die Betroffenen oftmals über einen längeren Zeitraum, teils gar lebenslang große Mengen Zucker durch Softdrinks und andere süsse Speisen und Getränke zu sich genommen haben und es weiterhin tun. Ich frage mich seitdem, inwieweit die Verschlechterung des Verlaufs einer CED wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass die Betroffenen durch die hohe Zucker-Zufuhr im Laufe der Zeit eine Diabetes entwickeln. Schließlich führt eine Diabetes ja auch dazu, dass Wunden schlechter heilen und Gewebe absterben kann, zum Beispiel beim sogenannten diabetischen Fuß.Könnte es also nicht auch sein, dass Entzündungen im Darm dann ebenso schlechter verheilen und dort Gewebe abstirbt, so dass das Darmgewebe immer anfälliger wird und die Entzündungen immer tiefer in die Darmwand gehen?  Dass also das Gewebe im Laufe der Zeit immer nekrotischer wird, so dass letztlich auch OPs notwendig werden?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2015 den Zucker-Grenzwert von 10 auf 5 Prozent reduziert. So darf ein Erwachsener nun pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker (ca.sechs Teelöffel) konsumieren. Schon 0,3 Liter Cola überschreiten diesen Grenzwert, so dass danach keinerlei Zucker mehr aufgenommen werden dürfte. Viele Lebensmittel, gerade Fertiggerichte, Fix-Tütchen und sonstige vorverarbeitete Speisen enthalten neben versteckten Fetten auch oftmals versteckten Zucker. Light-Versionen dieser Lebensmittel sind oftmals keinen Deut besser. Denn das weggelassene Fett als Geschmacksträger wird häufig durch einen höheren Zuckeranteil ersetzt. Am besten ist es also, möglichst oft selbst frisch zu kochen und dabei in erster Linie mit Gewürzen und Kräutern statt mit Fix-Tütchen und Geschmacksverstärkern abzuschmecken.Übrige Portionen kann man einfrieren und spart sich so gelegentlich das Kochen, wenn man keine Zeit hat.

Mich interessiert nun, ob es bereits medizinische Studien darüber gibt, was die Kombination von CED und Diabetes betrifft, vor allem zum Zeitpunkt der Diagnose einer Diabetes und den Krankheitsverlauf der CED bis dahin. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Nachtrag:
Es gibt bereits entsprechende Studien, was Morbus Crohn und Diabetes betrifft, z.B.

Aktueller Test: Aronia-Saft

Ich teste im Moment übrigens auch den Aronia-Saft von Rabenhorst und kann schonmal eine kurze Zwischenmeldung geben. Erstmal wäre da da Geschmack, der ein bisschen herb „nach Keller“ im Mund zurückbleibt. Auch hier verdünne ich deshalb ca. 100 ml Saft mit etwas Medium-Mineralwasser wie schon beim Heidelbeersaft. Etwas überrascht hat mich, dass man an den ersten 1-2 Tagen nach der Einnahme durchaus sowas wie einen Durchfall (jeweils einmalig) hat, aber danach hört das auf und er wirkt vergleichbar wie der Heidelbeer-Muttersaft.

Was noch aussteht, ist der Test in Kombination, also Heidelbeersaft bzw. mein Morbus Crohn-Smoothie und Aronia-Saft. Der Stuhl bekommt vom Aroniasaft im Laufe der Zeit einen bläulichen Schimmer, was anfangs vielleicht etwas erschrecken kann, aber wohl normal ist.